Auf eine Brotzeit und 5 Fragen mit …
Wiebke Schmietendorf

Der Business-Fragebogen von Kitchen Stories

Wie wird man Innovationsführer? Und was ist der beste Koch-Ratschlag, den du je erhalten hast? Die Antworten auf diese Fragen (und viele mehr) gibt es einmal im Monat in der Stories+ Brotzeit, dem Business-Fragebogen von Kitchen Stories. 

Dieses Mal antwortet Wiebke Schmietendorf von BSH Hausgeräte. Als Head of Digital Solutions Surface Cooking and Ventilation ist sie verantwortlich für die digitalen Services und Produkte im Bereich Kochen rund um die vernetzten Hausgeräte. 

Ihre Lieblings-Brotzeit ist übrigens die Mezze-Platte.

Wie kann es gelingen, die Innovationsführerschaft einer Branche zu erlangen? 

  • Gute Ideen, die den Nutzer*innen wirklich helfen:  

Neue Technologien müssen so angewendet werden können, dass sie kein “Gadget” sind, sondern die Lebensqualität der Konsument*innen verbessern – so steht es auch in unserem BSH-Leitbild. 

  • Zügige und nutzerzentrierte Umsetzung der Idee: 

 Als Innovationsführer muss man schnell sein und bei der Entwicklung von Produkten und Services immer wieder sicherstellen, dass der Nutzen für die User*innen vorhanden ist.

  • Erfolgreicher Go-to-Market: 

Man ist nur Innovationsführer, wenn die Produkte oder Services erfolgreich im Markt sind und man von den Konsument*innen auch als innovativ wahrgenommen wird.

Was ist die größte Herausforderung bei der Entwicklung von neuen, zukunftsfähigen Produkten?

Die Lebenszyklen für Hausgeräte sind sehr lang – eine Küche wird für die nächsten 15 Jahre gekauft. In Europa werden die meisten Geräte nur ausgetauscht, wenn sie nicht mehr funktionieren und nicht, wenn man ein Upgrade möchte, wie z.B. bei Fernsehern oder Smartphones. Für die digitalen Services zu unseren vernetzten Hausgeräten bedeutet das zum einen, dass sich dieser Standard nur langsam im Markt verbreitet. Und zum anderen müssen wir immer sehr langfristig denken, um auch in 15 Jahren noch etwas für die Geräte im Markt anbieten zu können.

Einer der gemeinsamen Nenner von BSH Hausgeräte und Kitchen Stories ist die Küche der Zukunft. Was verstehst du darunter? 

In der Küche der Zukunft bekommen die Nutzer*innen situative und individuelle Unterstützung bei allem, was sie in der Küche machen möchten. Dafür arbeiten Hausgeräte und digitale Services nahtlos zusammen – auch über verschiedene Touchpoints hinweg, z.B. Apps, Sprachassistenten und Displays der Hausgeräte. Der Nutzer oder die Nutzerin bleibt aber immer der “Bestimmer”, denn nur er oder sie kennt die individuellen Bedürfnisse, die je nach Situation auch ganz unterschiedlich sein können, z.B. ein schnelles Mittagessen oder gemeinsames Kochen mit Freund*innen.

Was sind deine ganz persönlichen Innovationstreiber und von welchen Quellen lässt du dich tagtäglich inspirieren? 

Ich bin grundsätzlich neugierig, probiere Dinge aus und lerne gerne Neues. In meinem Job treibt es mich an, dass ich mit unseren Innovationen viele Nutzer*innen im täglichen Leben unterstützen kann – z.B. entspannter zu Kochen oder selbst mal was Neues auszuprobieren. Für Trends schaue ich auf „thespoon.tech“ oder „voicebot.ai“. Aber die größte Inspiration und Erdung für mich sind die Nutzer*innen selbst – egal ob Interviews, Reviews oder andere Einblicke. Wir haben z.B. mal unsere Kund*innen gebeten, sich eine GoPro aufzusetzen und sich dann selbst beim Kochen mit Rezepte Apps zu filmen. Da sprudeln die Ideen dann nur so.

Was ist der beste Koch-Ratschlag, den du je bekommen hast? Und auf welche Zutat könntest du stets verzichten?

Sous-Vide garen – damit ist Fleisch ganz entspannt zubereitet und immer auf dem perfekten Garpunkt. Ich kann Ketchup nicht leiden und würde ihn gerne aus meiner Küche verbannen – aber dann kriege ich Ärger mit meinem Sohn.

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